Gedenkveranstaltung zum Warschauer Aufstand - Instytut Pileckiego
01.08.2026 (Sat) 20:00
Gedenkveranstaltung zum Warschauer Aufstand
Gedenken an den Warschauer Aufstand: Ausstellung, Lesung und Lieder
82. Jahrestag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands: Gedenkveranstaltungen in Berlin
"Gedenken an den Warschauer Aufstand: Ausstellung, Lesung und Lieder"
Pilecki-Institut, Pariser Platz 4A, 10117 Berlin
01.08., 20 Uhr
Anmeldung: https://forms.gle/HNvqGPy8Wnn5YitCA
Hier finden Sie das Liederbuch mit allen Texten zum Mitsingen heute Abend:
https://berlin.instytutpileckiego.pl/public/upload/articles_files/Powstanie%20broszura%20A5%202026%20web.pdf?v=1785582707
Der Warschauer Aufstand war die größte bewaffnete Erhebung einer Untergrundarmee im von NS-Deutschland besetzten Europa. Anlässlich des 82. Jahrestages seines Beginns laden das Pilecki-Institut, das Museum des Warschauer Aufstands und die Botschaft der Republik Polen in Berlin zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung ein – am 1. August um 20 Uhr im Pilecki-Institut.
Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden:
https://forms.gle/od43Ne5QQDU5dNLM6
Die Künstlerin, Forscherin und Architektin Anna Krenz hat für diesen Anlass einen besonderen Gedenkabend im Pilecki-Institut konzipiert. Ein hochkarätiges Schauspielensemble liest Auszüge aus Erinnerungen und Tagebüchern von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Warschauer Aufstands.
Es lesen: Julia Effertz (Der Lack ist ab), Antonia Reinisch (Desire – Hope), David Simon (Das Manko) und Norbert Stöß (Tatort).
Anschließend laden die Sängerin und Multiinstrumentalistin Karolina Cicha und ihr Ensemble zum gemeinsamen Singen von Liedern aus der Zeit des Aufstands ein. Das Portal Culture.pl bezeichnet Cicha als „eine musikalische Offenbarung der vergangenen Jahre und eine der originellsten Stimmen ihrer Generation“. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin, die bereits mit dem Museum des Warschauer Aufstands zusammengearbeitet hat, verbindet traditionelle Musik mit Elementen aus Jazz, Rock und Schauspielmusik.
Es hat uns sehr gefreut, dass viele bedeutsame Persönlichkeiten sich an unserer Reelz-Aktion zum Warschauer Aufstand beteiligt haben, darunter Frank Peter Wilde, Franziska Davies, Oliver Moody, Marko Martin, María-Paz López. Die Reelz kann man sich hier anschauen: https://youtu.be/L-bq2hI6XCw?si=NF60MD_FR0BfaNBS
Abschließend möchten wir Sie auf die Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944“ aufmerksam machen, die ab heute im Roten Rathaus zu sehen ist. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie das vollständige Programm unserer Gedenkveranstaltung finden Sie weiter unten im Newsletter.
Am 1. August 1944 begann um 17 Uhr der Warschauer Aufstand – die größte bewaffnete Aktion des Untergrunds im von NS-Deutschland besetzten Europa. Die polnische Heimatarmee nahm den Kampf auf, um die Stadt von der deutschen Besatzung zu befreien und die Unabhängigkeit Polens wiederherzustellen. Die ursprünglich auf wenige Tage angelegten Kämpfe dauerten 63 Tage. Nach der Kapitulation am 2. Oktober 1944 wurde Warschau nahezu vollständig zerstört. Zwischen 150.000 und 180.000 Zivilistinnen und Zivilisten kamen ums Leben, etwa eine halbe Million Einwohnerinnen und Einwohner wurden aus ihrer Stadt vertrieben.
Die Aufständischen kämpften für ein freies und demokratisches Polen – und damit zugleich für ein freies Europa. In einer Zeit, in der autoritäre Kräfte weltweit auf dem Vormarsch sind und Demokratien zunehmend unter Druck setzen, gewinnt das inoffizielle Motto der Aufständischen neue Aktualität: „Wir wollten frei sein und uns diese Freiheit selbst verdanken.“
Anlässlich des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands laden das Pilecki-Institut und die Botschaft der Republik Polen in Berlin zu einem gemeinsamen Gedenken ein. Die diesjährige Gedenkveranstaltung ist insbesondere der jungen Generation des Aufstands gewidmet. Das Durchschnittsalter der Soldatinnen und Soldaten der polnischen Heimatarmee lag nur knapp über zwanzig Jahren. Unter den Aufständischen befanden sich zudem mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Viele von ihnen erlebten das Ende der Kämpfe nicht. Sie kämpften, schrieben aber auch Gedichte, führten Tagebücher und persönliche Aufzeichnungen, komponierten Lieder und dokumentierten ihren Alltag zwischen den einzelnen Einsätzen: in Kellern, Feldlazaretten und den Ruinen der Stadt.
Programm:
Die Gedenkveranstaltung im Pilecki-Institut beginnt mit offiziellen Ansprachen, darunter einem Grußwort von Jan Tombiński, dem Geschäftsträger a. i. der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland. Im Anschluss haben Sie die Gelegenheit, die Ausstellung „Warschaus Neuanfang 1945–1949. Fotografien vom Leben in den Trümmern“ besuchen. Die Aufnahmen der polnischen Hauptstadt aus den Jahren 1945 bis 1949 zeigen Warschau nach Kriegsende – ein Meer aus Ruinen, aber auch Menschen, die in ihre Stadt zurückkehrten und mit ihrem Enthusiasmus den Wiederaufbau der Hauptstadt vorantrieben, Stein für Stein.
Der Gedenkabend wird von einem vielseitigen künstlerisch-performativen Programm begleitet. Die Schauspielerinnen und Schauspieler Norbert Stöß, Julia Effertz und Antonia Reinisch lesen Auszüge aus Tagebüchern, Aufzeichnungen und Erinnerungen von Beteiligten des Warschauer Aufstands. Zu hören sind die Stimmen von Soldaten, Sanitäterinnen, Kindern sowie Zivilistinnen und Zivilisten – Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Ereignisse des Jahres 1944.
Den Abschluss des Gedenkabends bildet das gemeinsame Singen von Liedern aus der Zeit des Warschauer Aufstands. Für die musikalische Gestaltung sorgt Karolina Cicha mit ihrem Ensemble. Die Komponistin, Sängerin und Multiinstrumentalistin beschäftigt sich intensiv mit den musikalischen Traditionen Mittel- und Osteuropas und arbeitet seit vielen Jahren mit dem Museum des Warschauer Aufstands zusammen.
Die Lieder des Aufstands entstanden in Kellern, Feldlazaretten und den Ruinen der Stadt. Sie spendeten Mut, halfen, die Hoffnung zu bewahren und stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Heute singen wir sie gemeinsam, um an den außergewöhnlichen Freiheitswillen der Aufständischen und der Zivilbevölkerung Warschaus zu erinnern.
Im Anschluss an die Veranstaltung ist eine Projektion historischer Fotografien des Warschauer Aufstands auf die Fassade der Botschaft der Republik Polen in Berlin geplant. Wir werden uns dorthin zusammen begeben.
Im Rahmen der diesjährigen Gedenkveranstaltungen zum Warschauer Aufstand möchten wir Sie außerdem auf eine wichtige Ausstellung aufmerksam machen:
„Der Warschauer Aufstand 1944“
20. Juli bis 4. September 2026
Ort: Rotes Rathaus, Rathausstraße 15, 10178 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
Eintritt: frei
Das Museum des Warschauer Aufstands präsentiert die Ausstellung gemeinsam mit der Botschaft der Republik Polen in Berlin und dem Polnischen Institut Berlin. Unterstützt wird sie durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – sowie die Konrad-Adenauer-Stiftung Warschau.
„Die Ausstellung zeichnet die Geschichte Warschaus seit 1918 nach – von der Entwicklung zur modernen Hauptstadt der Zweiten Polnischen Republik über die Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs bis hin zum Wiederaufbau und zur dynamischen Entwicklung der Stadt, wie wir sie heute kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den 63 Tagen des Warschauer Aufstands sowie auf dem hohen Preis, den Warschau und Polen im Kampf um ihre Freiheit zahlten“, schreiben die Veranstalter.