From Homo Sovieticus to Russkiy Mir - Instytut Pileckiego

From Homo Sovieticus to Russkiy Mir

"The Kremlin’s Genocidal Policy Against the Ukrainian Nation in the Light of International Law and the Thought of Raphael Lemkin" - new article by Tomasz Lachowski.

“Perspectives on the 20th Century” is the title of a new series of articles by the Pilecki Institute Berlin. Relatively short pieces dedicated to the history of the 20th century meet with voices and perspectives from contemporary debates that reflect the current state of historical research. Based on research projects that are currently underway, the articles published here, with their moderate length and absence of footnotes, are intended to create an open platform for a critical exchange of ideas. We welcome text proposals from all scholars working with 20th century history, i.e. not only historians, but also sociologists, political scientists, legal historians, art historians, etc. The texts should be written in German or English and can be submitted to perspectives@pileckiinstitut.de.

All publications in English:

  • From Homo Sovieticus to Russkiy Mir. The Kremlin’s Genocidal Policy Against the Ukrainian Nation in the Light of International Law and the Thought of Raphael Lemkin (NO.7, October 2022), Tomasz Lachowski

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Abstract: When Russian crimes in Bucha, Borodianka and Irpin were discovered towards the end of March 2022, the world began to ponder what name should be given to the criminal acts committed by the Russian troops. The parliaments in Poland, the Czech Republic, Canada and the Baltic states recognized the aggressive war waged by the Russian Federation against Ukraine as an act of genocide. But it is not these political proclamations or even the very savagery of the Russian occupiers that justify the legal qualification of the acts committed by the representatives of Russia as genocide under international law. What matters here is the intent to destroy the Ukrainian national group, demonstrated in numerous public appearances by the highest political leadership of the Russian Federation and implemented by Russian soldiers operating on the Ukrainian territory. This paper aims to show that Russian crimes in Ukraine can be qualified as genocide under the UN Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide of 9 December 1948, and that in fact they constitute a continuation of the Kremlin’s policies towards the Ukrainian nation. In order to better present this thesis, the text refers to the work of the author of the notion of genocide – Raphael Lemkin.


  • Jews, Poles and Germans in Węgrów. A Voice in the Discussion on the German Occupation of Poland (No.2, October 2020), Hanna Radziejowska 

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Abstract: In his works discussing the role played by the Poles in the Holocaust, Jan Grabowski fails to utilize some important documents which Communist Poland handed over to West Germany in the 1960s, 70s and 80s. These materials have been recently re-discovered by the Pilecki Institute and considered as essential for providing a more accurate picture of German-Jewish-Polish relations in occupied Poland. The sources reveal how the Nazi terror, purposefully sidelined in the recent scholarship, held sway over Polish countryside and powerfully manifested itself in violent actions against the Jews and the Poles in localities like Węgrów county.  


 All publications in German

  • Die unendliche Desintegration. 30 Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion (NO.6, Septemberr 2021), Wojciech Konończuk 

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Abstract: In den letzten 30 Jahren wurde eine fast vollständige Desintegration des ehemaligen Gebietes der Sowjetunion vollzogen. Der seit 2014 andauernde russisch-ukrainische Konflikt beschleunigte nur die Auflösung der alten Verbindungen, brachte eine grundlegende Revision der Beziehungen zwischen den zwei größten postsowjetischen Nationen mit sich und beeinflusste die Art, wie Russland von anderen Ländern in der Region gesehen wurde. Der Krieg in Karabach zwischen Aserbaidschan und Armenien im Herbst 2020, tiefgreifende und heterogene politische sowie gesellschaftliche Prozesse von Mittelasien bis Belarus, haben dazu geführt, dass fünfzehn ehemalige Sowjetrepubliken aktuell mehr trennt als vereint. Die Bezeichnung „postsowjetischer Raum“ erklärt heute eigentlich nichts mehr.


  • „Unternehmen Barbarossa“ und das Ende des Hitler-Stalin Pakts. Akteure und Optionen im Juni 1941 (No.5, August 2021), Prof. Claudia Weber 

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Abstract: Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion am 21. Juni 1941 bedeutete nicht allein den Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges. Er markierte auch das Ende des Bündnisses von Nationalsozialismus und Stalinismus, das den Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1941 prägte. Der Aufsatz diskutiert die Wechselbeziehungen zwischen den zwei Abschnitten des Weltkriegs und plädiert dafür, sie politisch aus sich heraus zu erklären und in einen Zusammenhang zu den europäischen und globalen Entwicklungen vor und während des Zweiten Weltkriegs zu stellen. Auch das Verhalten Stalins am Vorabend des Überfalls lässt sich mit Blick auf die Geschichte des Hitler-Stalin-Pakts rationaler und analytischer erklären, als bisherige Narrative vom „Überrascht-Sein“ Moskaus zugelassen haben.


  • Der Engel aus Istanbul (No.4, Dezember 2020), Eldad Beck 

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Abstract: Der polnische Konsul in Istanbul, Wojciech Rychlewicz, trug zur Rettung Hunderter polnischer Juden während des Zweiten Weltkriegs bei, indem er ein großes persönliches Risiko auf sich nahm und ihnen Dokumente aushändigte, die eine sichere Überfahrt nach Südamerika und Israel ermöglichten. Dies ist seine Geschichte.


  • Annäherung durch Auschwitz (No.3, Dezember 2020), Filip Gańczak

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Abstract: Die Verdienste Fritz Bauers im Rahmen der Frankfurter Auschwitz-Prozesse sind fester Bestandteil der deutschen Nachkriegsgeschichte und in der kritischen Öffentlichkeit bekannt. Die Mitwirkung des Krakauer Richters Jan Sehn ist dagegen eher unterbeleuchtet. Dabei spielten auf dem Weg zur deutsch-polnischen Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg die juristischen Kontakte der frühen sechziger Jahre eine nicht unbedeutende, wenn auch längst vergessene Rolle. Höchste Zeit, daran zu erinnern.


  • Debattierende Demokratie: Die Werte der Solidarność (No.1, September 2020), Mateusz Fałkowski. 

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Abstract: Im Sommer 1980 erkämpften polnische Arbeiter mit Hilfe von Streiks neue, bis dato im kommunistischen System unbekannte Freiheitsräume. Es entstand die „Solidarność“ – eine der bedeutsamsten und größten sozialen Bewegungen weltweit. Nach vierzig Jahren kann die Solidarność als eine ganz besondere Institution angesehen werden: sie kann uns als Blaupause für Zivilcourage und entschlossenes Handeln dienen. Eine Rückkehr zu dieser Zivilcourage, dieser Bestimmtheit, zu diesem innovativen Agieren, dem konstruktiven Aushandeln von politischen Differenzen und der Schaffung eines Diskurses darüber, was wir eigentlich unter dem Begriff der Gemeinschaft verstehen, scheint heute dringend geboten.  

 

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