Workshops - Instytut Pileckiego

Die Workshops können sowohl vor Ort als auch Online durchgeführt werden. 

Präsenz-Workshops dauern 3 Stunden und können mit einer Führung zu der Ausstellung “Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz” kombiniert werden. 

Die Dauer der Online-Workshops beträgt 90 Minuten. Zu den technischen Voraussetzungen zählt ein internetfähiges Gerät (PC, Laptop, Tablet etc. mit funktionsfähiger Kamera und Mikrofon), auf welchem die Software Zoom benutzt werden kann.

Kontakt und Buchung:
Alexander Kliymuk
bildung@pileckiinstitut.de

Themen der Workshops: 

  •  „Berichte von Witold Pilecki aus dem KZ Auschwitz“

Beim Online-Workshop beschäftigen sich die Schüler:innen anhand der Biografie von Witold Pilecki mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, polnischen Untergrundstaates und Widerstandes im KZ Auschwitz. Dabei steht ihnen Archivmaterial zur Verfügung, welches Pileckis Bemühungen, die Außenwelt über die nationalsozialistischen Verbrechen aufzuklären, zeigt. In Kleingruppen werden die Reaktionen der Alliierten ausgearbeitet und in Form einer Debatte zu der Leitfrage “Sollte das KZ Auschwitz von den Alliierten bombardiert werden?” vorgestellt.

 

  • „Wie Diplomaten Juden retteten“

Wer waren Aleksander Ładoś, Chiune Sugihara und Raoul Wallenberg? Nicht viele wissen heute, wer diese Menschen waren, obwohl sie tausendfach Jüdinnen und Juden vor der Verfolgung durch den Nationalsozialismus gerettet haben. Als Diplomaten verschiedener Staaten im Europa des Zweiten Weltkrieges nutzten sie ihre Stellung, um Pässe und Visa zu fälschen. 

Das Netzwerk um Ładoś in Bern, das mittel- und südamerikanische Pässe fälschte, wird näher vorgestellt. Die Gruppe bestand aus Mitarbeitern der polnischen Gesandtschaft in der Schweiz und jüdischen Organisationen. Anhand der gefälschten Pässe dieser Gruppe werden wir verschiedene jüdische Biografien und Schicksale während des Zweiten Weltkrieges aufspüren.

War man vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten durch einen gefälschten Pass geschützt? Konnte man mit dem Pass fliehen und Europa verlassen? Durch die gemeinsame Arbeit mit den Originaldokumenten wollen wir auch über allgemeine Fragen von Widerstand, Flucht und Grenzen nachdenken.

 

  • “Das Geheimarchiv des Warschauer Ghettos”

Was haben Milchkannen, zehn Metallkisten und ein Geheimarchiv miteinander gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, aber genau in solchen Behältnissen wurde das Geheimarchiv von Emanuel Ringelblum und der Gruppe Oneg Schabbat im Warschauer Ghetto aufbewahrt und für die Nachwelt erhalten. Wer waren diese Menschen, die zwischen all dem Elend Testamente, Dokumente, Tagebücher, Plakate, Bekanntmachungen, Portraits und sogar Bonbonpapier im besetzten Warschau sammelten und archivierten? Warum riskierten Menschen während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben und Repressionen durch die SS im Namen der Wahrheitsvermittlung aus der Perspektive der Betroffenen? In unserem Workshop „Widerstand gegen die NS-Verbrechen. Das Geheimarchiv des Warschauer Ghettos“ erzählen wir über Emanuel Ringelblum und sein Netzwerk anhand von Archivmaterialien. 

 

  • “Deutsche Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Polen im Zweiten Weltkrieg“

Ein Prüfungsthema für die Abiturprüfung 2022 in Berlin der Grund- und Leistungskurse im Fach Geschichte ist der Zweite Weltkrieg mit dem Schwerpunkt Eroberungs-, Besatzungs- und Vernichtungspolitik in der Sowjetunion und Polen. Unser Workshop dient der Vorbereitung auf diesen Themenschwerpunkt, richtet sich aber auch ausdrücklich an alle weiteren Bundesländer, welche den Schwerpunkt Zweiter Weltkrieg in den Prüfungsthemen beinhalten.

Nach einer inhaltlichen Einführung, bei welcher die wichtigsten Schlüsselmomente des Zweiten Weltkrieges in Polen vermittelt werden, können die Schülerinnen und Schüler durch Quellenanalyse Wissen zu diesem Themengebiet vertiefen und sich gleichzeitig mit den Anforderungsbereichen einer Prüfung (Sach- und Problemanalyse) vertraut machen. Während einer Führung durch unsere Dauerausstellung erhalten die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen zu dem deutschen Besatzungsregime in Polen, der Entstehung und Entwicklung des KZ Auschwitz und der Funktionsweise des polnischen Untergrundstaates während des Zweiten Weltkrieges. In kleinen Arbeitsgruppen analysieren die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Quellen zu folgenden Themen: “Deutsche Kriegsverbrechen in Polen”, “Vernichtung eines Staates”, “Verbrecherische Anordnungen”, “Der Völkermord an polnischen Jüdinnen und Juden” und “Selbsthilfe und Widerstand”.