Workshops - Instytut Pileckiego
Unsere modular aufgebauten Workshops eignen sich zur Ergänzung des Schulunterrichts, zur Vorbereitung von Gedenkstättenfahrten nach Polen und als Programmpunkte bei deutsch-polnischen Bildungsprojekten.
Sprachen: Deutsch, Polnisch, Englisch
Kontakt und Buchung:
Bildungsabteilung
bildung@pileckiinstitut.de
+49 30 204 535 22
WORKSHOPS ZU UNSERER DAUERAUSSTELLUNG
Dauer: 3 Stunden
Alle Workshops beinhalten eine Führung durch die Ausstellung oder eine thematische Einführung, Arbeit mit historischen Quellen und eine gegenwartsbezogene Auswertung. Die Workshops fördern die Fähigkeit zur Urteilsbildung und zum selbstständigen historischen Lernen sowie den Umgang mit Multiperspektivität und Kontroversität.
- Witold Pilecki. Ein Mensch im Widerstand
Was für ein Mensch muss man sein, um freiwillig nach Auschwitz zu gehen? Witold Pilecki bewies außergewöhnlichen Mut und Selbstlosigkeit. Doch zu welchem Preis? In diesem Workshop nähern sich die Teilnehmenden anhand von Fotos und Zitaten dem Mensch Witold Pilecki und seiner Geschichte an. Dabei beschäftigen wir uns auch mit der Frage, ob wir heute noch Helden brauchen und was wir von ihnen lernen können.
- KZ Auschwitz in Objekten, Bildern und Dokumenten
Was hat ein Haarschneideapparat mit Auschwitz zu tun? Was erzählt uns das Foto mit den Kofferbergen? In diesem Workshop bearbeiten die Teilnehmenden zentrale Aspekte der Geschichte des Konzentrationslagers anhand von Objekten, Fotografien und Zitaten von Pilecki aus der Ausstellung. Dabei sprechen wir auch darüber, was Gegenstände, Fotos und Textfragmente uns über Geschichte erzählen können und was nicht.
- Bomben auf Auschwitz?
Wie reagiert die Außenwelt auf die Berichte Witold Pileckis aus Auschwitz? Anfang 1941 streiten die polnische Exilregierung und die britischen Luftstreitkräfte über die Bombardierung des Lagers. Die Teilnehmenden des Workshops setzen sich anhand historischer Quellen und unserer Ausstellung mit der kontroversen Frage auseinander, ob die Alliierten das Lager hätten angreifen sollen und warum sie es letztlich nicht taten.
WEITERE WORKSHOPS
Alle unsere Workshops dauern 3 Stunden. Ausgewählte Workshops können auch online durchgeführt werden. Die Dauer eines Online-Workshops beträgt 90 Minuten.
- NS-Kunstraub im besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs
Kunst und Kulturgüter spiegeln die Vielfalt gesellschaftlicher Erfahrungen und Erinnerungen wider. Sie tragen dazu bei, kollektive Identitäten zu formen und historische Narrative zu verhandeln.
Während des Workshops befassen sich die Teilnehmenden mit den polnischen Verlusten an Kulturgütern während der deutschen Besatzung. Sie erfahren, wie der Kunstraub im besetzten Polen systematisch geplant und umgesetzt wurde. Durch die Arbeit mit verschiedenen Primärquellen setzen sie sich multiperspektivisch mit dem Thema Kulturgutschutz auseinander und reflektieren über dessen Aktualität im Kontext gegenwärtiger Konflikte.
- Das Geheimarchiv des Warschauer Ghettos
Ein Archiv, versteckt in Milchkannen und Metallkisten: Emanuel Ringelblum und die Gruppe Oneg Schabbat mussten im allgegenwärtigen Elend des Warschauer Ghettos improvisieren, um Dokumente, Tagebücher, Bekanntmachungen, Briefe und vieles mehr zu sammeln, zu bewahren und vor den Nazis zu verstecken. Das Archiv stellt heute eine einzigartige Dokumentation des Lebens und Sterbens der Jüdinnen und Juden im Warschauer Ghetto dar.
Die Teilnehmenden befassen sich anhand dieser Quellen mit dem Alltag und Widerstand der Jüdinnen und Juden im Ghetto. Dabei nähern sie sich der Frage an, warum Menschen ihr Leben für die Archivierung von Dokumenten riskierten.
- Deutsche Besatzungs- und Vernichtungspolitik in Polen im Zweiten Weltkrieg
Die Folgen des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung waren für Polen verheerend. Über fünf Jahre lang gehörten rassistische und antisemitische Diskriminierung, Zwangsarbeit, willkürliche Morde und KZs für Millionen Polinnen und Polen zum Alltag.
Die Teilnehmenden beschäftigen sich anhand historischer Dokumente mit den Mechanismen und der Systematik dieser Besatzungs- und Vernichtungspolitik sowie dem Widerstand gegen sie. Der Workshop eignet sich zur Abiturvorbereitung im Fach Geschichte und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe.
- Wie Diplomaten Juden retteten
Der richtige Pass kann Leben retten. Das wussten auch Aleksander Ładoś, Chiune Sugihara und Raoul Wallenberg. Als Diplomaten nutzen sie ihre Stellung, um Verfolgte mit gefälschten Pässen und Visa zu versorgen. Auf diese Weise retteten sie tausenden Jüdinnen und Juden während des Zweiten Weltkriegs das Leben, indem sie ihnen die Flucht vor der Verfolgung durch die Nazis ermöglichten.
Die Teilnehmenden des Workshops widmen sich Dokumenten des in Bern agierenden internationalen Netzwerks um Ładoś und jüdischen Biografien. Dabei befassen sie sich mit Fragen von Widerstand, Flucht und Grenzen
- Was ist Solidarität? Geschichte und Bedeutung der Solidarność-Bewegung
Zu Beginn der 1980er Jahre brachte die Entstehung einer freien Gewerkschaft in Polen zunächst ein Regime, später ein gesamtes System ins Wanken und schließlich sogar zum Sturz. Die Solidarność trug mit ihrem Wirken erheblich zum Fall der kommunistischen Regime in Europa bei.
Der Workshop eignet sich hervorragend zur Ergänzung des Schulunterrichts zu DDR und Friedlicher Revolution sowie zur Demokratieerziehung. Anhand eines speziell dafür konzipierten Verhandlungsspiels üben die Teilnehmenden Kompromissfindung, Kommunikation und die praktische Umsetzung demokratischer Prozesse.
Stadtrallye „Polnische Spuren in Berlin“
Ab Frühjahr 2026 bieten wir Stadtrallyes zu Orten deutsch-polnischer Geschichte(n) in Berlin-Mitte an. Vom Pilecki-Institut führt der Weg auf zwei verschiedenen Routen zu Gedenkorten, ehemaligen Palästen, der polnischen Botschaft und dem Polnischen Institut. Während der Tour lösen die Teilnehmenden Aufgaben und reflektieren über die Rolle der gemeinsamen Geschichte für den deutsch-polnischen Dialog heute. Das Spiel eignet sich sowohl für Jugendliche ab der 8. Jahrgangsstufe als auch für Erwachsene – und verbindet historisches Lernen mit Spaß am Entdecken von Neuem.
Stationen:
Route A – Pilecki-Institut Berlin / Mauerstück der Danziger Werft mit Solidarność-Gedenktafel / Denkmal für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung 1939–1945 / Ehemaliges Raczyński-Palais (Reichstagsgebäude) / Denkmal für die ermordeten Juden Europas / Ehemaliges Palais Radziwiłł / Polnische Botschaft
Route B – Pilecki-Institut Berlin / Polnische Botschaft / Institut für Slawistik / Polnische Apotheke / St. Hedwigs-Kathedrale / Zeughaus / Polnisches Institut


