Öffentliche Führungen - Instytut Pileckiego

11.02.2024 () 13:00

Öffentliche Führungen

Gute Gelegenheit, unsere beiden Ausstellungen kennenzulernen: "Witold Pilecki. Im Widerstand gegen Hiter und Stalin" und "Reisepässe des Lebens"

Im Februar finden in unserem Institut zwei öffentliche Führungen statt. Für beide Führungen können Sie sich unter events@pileckiinstitut.de anmelden

  • Sonntag, 11.02, 13 Uhr: "WItold Pilecki. Im Widerstand gegen Hitler und Stalin"

    Berliner Zeitung: "Das Pilecki-Institut in Berlin widmet sich mit einer Ausstellung einer hollywoodreifen Geschichte seines Namensgebers Witold Pilecki"
     
  • Donnerstag, 29.02, 17 Uhr: "Reisepässe des Lebens" (Sonderausstellung) 

    Beitrag bei SRF news (Schweizer Radio und Fernsehen): "Ausstellung Ladosliste Berlin: «Reisepässe des Lebens»"

Pariser Platz 4A, 10117 Berlin | Anmeldung: events@pileckiinstitut.de 


Mehr Infos zu unserer Dauerausstellung "Witold Pilecki. Im Widerstand gegen Hitler und Stalin"

Der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen 1939 ändert alles. Witold Pilecki ist 38 Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg beginnt. Der ehemals im polnisch-bolschewistischen Krieg kämpfende Soldat gibt sein geordnetes Leben als Ehemann, Vater und Gutsbesitzer auf und begibt sich auf eine außergewöhnlich waghalsige Mission. Wie in Hollywood, nur echt: Er lässt sich verhaften und nach Auschwitz bringen, wo er eine Widerstandsbewegung organisiert und die Weltöffentlichkeit über NS-Verbrechen informiert. Nach erfolgreicher Flucht beteiligt er sich am Warschauer Aufstand gegen das deutsche NS-Besatzungsregime. Im Jahre 1948 wurde er vom kommunistischen Regime in Polen hingerichtet, seine Leiche wurde nie gefunden.

Anders als in Westeuropa führt der Sieg über Hitler in Mittel- und Osteuropa nicht zu Demokratie, Wohlstand und Sicherheit, sondern ebnet von außen oktroyierten sowjetisch-kommunistischen Diktaturen den Weg. Witold Pileckis Kampf um ein freies Polen richtet sich nun gegen ein kommunistisches, von der Sowjetunion installiertes Regime. Klarsichtig erkennt er den verbrecherischen Charakter der nationalsozialistischen und der kommunistischen Ideologie. Der Mut und die Entschlossenheit, mit welchen er sich den beiden Großtotalitarismen des 20. Jahrhunderts widersetzte, inspirieren auch heute noch und regen zum Nachdenken über den Wert und die Fragilität der Freiheit an.


Mehr Infos zur Sonderausstellung "Reisepässe des Lebens"

Zwischen 1940 und 1943 führte eine kleine Gruppe polnischer Diplomaten und jüdischer Aktivisten in der Schweiz eine spektakuläre, bis heute allerdings fast gänzlich unbekannte Hilfsaktion durch. Unter der Leitung des polnischen Gesandten in Bern Aleksander Ładoś fälschten sie systematisch Ausweisdokumente lateinamerikanischer Länder, die dann in das von NS-Deutschland besetzte Europa geschmuggelt wurden, um Tausende Juden vor dem Holokaust zu retten. Diese Operation war eine der größten Rettungsaktionen im Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1927-1931 war Aleksander Ładoś der Konsul der Republik Polen in München.

Auf der Webpage https://reisepassedeslebens.pl/ finden Sie ein Register mit  den Inhabern der Ładoś-Pässe, die ständig aktualisierte sog. Ładoś-Liste. Klicken Sie einfach auf den Screenshot.