INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism - Instytut Pileckiego

Ausstellungseröffnung in Wrocław: INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism

25.06.2026 () 18:00

INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism

Ausstellungseröffnung im Architekturmuseum in Wrocław

25. Juni 2026, 18:00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism“
Architekturmuseum Wrocław
Bernardyńska 7, 50-156 Wrocław

Was prägt Architektur jenseits von Ziegeln, Beton und Gestaltung? Können Gebäude Geschichten über Freundschaft, Zusammenarbeit und politische Entscheidungen erzählen? Und wie wandern Ideen über Grenzen, Generationen und Zeiten des Umbruchs hinweg?

In diesem Sommer laden wir Sie ein, diesen Fragen in einer außergewöhnlichen Ausstellung nachzugehen, die in Wrocław eröffnet wird. Nur wenige Stunden von Berlin entfernt bietet die Stadt ein inspirierendes Ziel für einen Sommerausflug – und die Gelegenheit, ein faszinierendes Kapitel des europäischen Modernismus zu entdecken.

Am 25. Juni 2026 eröffnen das Museum für Architektur in Wrocław (Muzeum Architektury we Wrocławiu) und das Pilecki-Institut gemeinsam die Ausstellung INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism.

Helena Syrkus beim IV. CIAM-Kongress in Athen. Neben ihr: links Sigfried Giedion, rechts Le Corbusier, 1933, Fotografie / Negativ, Sammlung gta Archiv / ETH Zürich (Carlo Hubacher)

Im Mittelpunkt stehen zwei wegweisende Architektinnen des 20. Jahrhunderts: Barbara Brukalska (1899–1980) und Helena Syrkus (1900–1982). Die Ausstellung zeichnet Lebenswege nach, die sich parallel entwickelten, sich immer wieder kreuzten und schließlich durch persönliche Entscheidungen sowie die dramatischen politischen Umwälzungen ihrer Zeit geprägt wurden. Beide Architektinnen waren eng mit der Avantgarde-Gruppe Praesens und den Internationalen Kongressen Moderner Architektur (CIAM) verbunden und standen damit im Zentrum europäischer modernistischer Netzwerke.

Anstatt einer klassischen biografischen Erzählung versteht INTERWOVEN Architektur als ein Geflecht von Beziehungen – zwischen Menschen, Institutionen, Orten und Ideen. Anhand von Fotografien, Zeichnungen und Filmen, von denen viele erstmals öffentlich gezeigt werden, macht die Ausstellung sichtbar, wie berufliche Kooperationen und persönliche Freundschaften die moderne Architektur geprägt haben. Zugleich zeigt sie, wie fragil diese Verbindungen in Zeiten politischer Unruhen sein können.

Glückwunschkarte für Helena Syrkus zum Namenstag, von Michał Przerwa-Tetmajer, 02.03.1943, Zeichnung mit Unterschriften von 14 Mitarbeitern des Untergrundteams „Pracownia Architektoniczno-Urbanistyczna“ (PAU), Karton, Aquarell, Bleistift, Tusche, Sammlung

Ergänzt wird die Ausstellung durch eigens in Auftrag gegebene zeitgenössische Arbeiten: eine Klangkomposition von Barbara Kinga Majewska sowie eine textile Installation von Alicja Bielawska. Beide Werke verknüpfen auf poetische Weise die Geschichten der beiden Architektinnen und die Netzwerke, die sie miteinander verbanden.

Barbara Brukalska, Stanisław Brukalski, Entwurf für eine Wohnsiedlung der Warschauer Wohnungsgenossenschaft im Stadtteil Żoliborz in Warschau, Kolonie IV, Gebäude B und C, nicht realisierter Entwurf, 1927, Sammlung des Architekturmuseums in Wrocław

INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism
25. Juni – 4. Oktober 2026
Architekturmuseum Wrocław, Bernardyńska 7

Kuratorinnen: Dr. Małgorzata Jędrzejczyk, Aleksandra Kędziorek
Veranstalter: Pilecki-Institut
Hauptpartner der Ausstellung: Architekturmuseum Wrocław

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Programms „Exercising Modernity“ entwickelt.

Ausstellungsgestaltung: Studio ŚŃŃ – Tomasz Świetlik, Nana Ciastoń, Maciej Chodziński

Medienpartner: TVP Kultura, Program 3 Polskiego Radia, Architektura i Biznes, Vogue Polska Living, Zwierciadło, Autoportret, Tygodnik Powszechny, Magazyn SZUM, Notes Na 6 Tygodni.

Barbara Brukalska im Büro WSM Nr. 3 bei der Arbeit an der Wohnsiedlung der Warschauer Wohnungsgenossenschaft Okęcie-Pola (Jadwisin) in Warschau, Foto: unbekannt, ca. 1962, Sammlung des Architekturmuseums in Wrocław

Kuratiert von Dr. Małgorzata Jędrzejczyk und Aleksandra Kędziorek, wurde die Ausstellung im Rahmen des Programms Exercising Modernity entwickelt und stützt sich auf Sammlungen führender Institutionen in Polen und im Ausland. Dazu zählen unter anderem das Museum für Architektur in Wrocław, das Kunstmuseum in Łódź, das gta Archiv der ETH Zürich, das Bauhaus-Archiv Berlin, das RKD – Niederländische Institut für Kunstgeschichte sowie das Nationalmuseum in Warschau.

Wir laden Sie herzlich ein, an der Eröffnung teilzunehmen oder Wrocław in Ihre Sommerreisepläne aufzunehmen. Entdecken Sie eine Ausstellung, die Architektur, Geschichte und menschliche Beziehungen zusammenführt – und darüber nachdenkt, was bleibt, wenn Ideen, Menschen und Orte miteinander verwoben werden.

Diese Ausstellung knüpft zudem an ein Projekt an, das einige von Ihnen vielleicht bereits Anfang dieses Jahres in Prag gesehen haben. Im März 2026 präsentierten das Pilecki-Institut Berlin und die VI PER Gallery die Ausstellung Interwoven: Women Architects and the Resilience of Modernist Networks, kuratiert von Dr. Małgorzata Jędrzejczyk und Aleksandra Kędziorek im Rahmen des Programms Exercising Modernity.

Als Auftakt zur Ausstellung in Wrocław konzipiert, widmete sich das Prager Projekt der oft übersehenen Rolle von Frauen in internationalen modernistischen Netzwerken. Es zeigte, wie Architektinnen, Designerinnen, Herausgeberinnen, Übersetzerinnen und Organisatorinnen dazu beitrugen, professionelle Verbindungen aufrechtzuerhalten und den Austausch von Ideen in Europa trotz Krieg, sich verschiebender Grenzen und politischer Teilungen zu ermöglichen. Indem die Ausstellung diese weitgehend unsichtbaren Formen der Arbeit sichtbar machte, eröffnete sie eine neue Perspektive auf die Architekturgeschichte und die Widerstandskraft des kulturellen Austauschs in Mittel- und Osteuropa.

Obwohl ausgewählte Themen, Geschichten und Protagonistinnen, die in INTERWOVEN. Barbara Brukalska, Helena Syrkus and the Networks of Modernism erneut aufgegriffen werden, bereits in Prag vorgestellt wurden, wurde die dortige Ausstellung als eigenständiges Projekt mit einer eigenen Ausstellungsgestaltung von Marko Čambor entwickelt. Besucherinnen und Besucher in Wrocław haben nun die Gelegenheit, die umfassendere und erweiterte Ausstellung zu entdecken, die diese Fragestellungen durch neues Archivmaterial, Kunstwerke und Erzählungen weiter vertieft.

"Interwoven: Women Architects and the Resilience of Modernist Networks" des Pilecki-Institut Berlin und der VI PER Gallery in Prag, Tschechien
Im März 2026 präsentierte Ausstellung "Interwoven: Women Architects and the Resilience of Modernist Networks" des Pilecki-Institut Berlin und der VI PER Gallery in Prag, Tschechien
Im März 2026 präsentierte Ausstellung "Interwoven: Women Architects and the Resilience of Modernist Networks" des Pilecki-Institut Berlin und der VI PER Gallery in Prag, Tschechien