Ausstellungen - Instytut Pileckiego

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Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz

Die erste, auf neuesten Forschungsergebnissen gestützte Dauerausstellung des Pilecki-Instituts beleuchtet Witold Pileckis Geschichte und dessen freiwillige Mission in Auschwitz.

Als Offizier des polnischen Untergrundstaates ließ er sich freiwillig bei einer Straßenrazzia verhaften und landete dann im KZ. Dort angekommen, richtete er ein geheimes Netzwerk ein, das Informationen über das Lager nach draußen brachte und so  die Weltöffentlichkeit über die NS-Verbrechen informierte. Witold Pilecki organisierte zudem zweieinhalb Jahre lang eine bewaffnete Widerstandsbewegung. Doch die Alliierten schwiegen. Schließlich floh er aus dem KZ.

Damit nicht genug: Nachdem er bei dem polnischen Untergrundstaat dafür warb, die Lager zu zerstören, kämpfte er 1944 im Warschauer Aufstand. Sein Leben nahm ein tragisches Ende. Auf der Grundlage von fabrizierten und gefälschten Beweisen wurde er vom kommunistischen Regime in einem Schauprozess verurteilt und ermordet. 

Die Geschichte seines Kampfes gegen die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts ist Anlass, sich universellen Fragen zu stellen: nach dem Wesen des Bösen und der Fähigkeit des Menschen, sich dem Bösen zu widersetzen, nach Erinnerung und deren Auslöschung. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Prof. Jochen Boehler von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und Dr. Piotr Setkiewicz vom Auschwitz-Birkenau Museum entstanden.  Pileckis Geschichte wird  nicht nur anhand seiner Berichte, sondern auch Unikat-Objekten erzählt. Dazu gehören die Enigma-Schlüsselmaschine, Fragmente des zerstörten „Großen Theaters“ in Warschau, bislang unbekannte Dokumente der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt und eine Reihe von Original-Exponaten aus dem Museum in Auschwitz.

Kurator:innen: Jack Fairweather, Hanna Radziejowska, Konzept: Kłaput