Cyberangriff auf das Pilecki-Institut – Verdacht auf russische bzw. belarusische Urheberschaft - Instytut Pileckiego

15.08.2026 ()

Cyberangriff auf das Pilecki-Institut – Verdacht auf russische bzw. belarusische Urheberschaft

In der Nacht vom 13. auf den 14. August wurden die Websites des Pilecki-Instituts in Warschau sowie unserer Standorte in Berlin und Augustów Ziel eines Cyberangriffs.

Die auf unseren Seiten platzierten Inhalte trugen deutlich russische Züge, richteten sich gegen die polnische Geschichtserzählung und versuchten zugleich, antiukrainische Narrative zu verbreiten. Bereits in den vergangenen Wochen mussten wir unsere digitalen Ressourcen wiederholt gegen unterschiedliche Formen von Cyberangriffen verteidigen. Nach derzeitigem Stand handelt es sich bei einer möglichen russischen oder belarusischen Urheberschaft um eine Arbeitshypothese; die genaue Herkunft des Angriffs ist Gegenstand der laufenden Untersuchung.

Dank der sofortigen Reaktion unseres IT-Teams, das bis spät in die Nacht im Einsatz war, konnten die betroffenen Websites vom Netz genommen und der Angriff gestoppt werden. Die Situation ist unter Kontrolle, unsere Ressourcen sind gesichert. Derzeit werden die Sicherheitsvorkehrungen sämtlicher Websites des Instituts einer eingehenden Überprüfung unterzogen.

Das Pilecki-Institut engagiert sich seit Jahren gegen russische Desinformation, arbeitet eng mit ukrainischen Institutionen und Archiven zusammen und dokumentiert die Verbrechen totalitärer Regime. Gerade deshalb kann unsere Arbeit zum Ziel solcher Angriffe werden. An dieser Arbeit werden wir festhalten – daran besteht kein Zweifel.

Der Vorfall führt uns erneut vor Augen, wie real die Bedrohung durch russische und belarusische Cyber- und Einflussoperationen im digitalen Raum für polnische und internationale Institutionen ist.

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