Neue Veranstaltungsreihe: Legacy of Totalitarianism - Instytut Pileckiego

Neue Veranstaltungsreihe: Legacy of Totalitarianism

Wir brauchen eine öffentliche Debatte darüber, wie und woran erinnert wird: in Berlin und in ganz Deutschland!

Neue Veranstaltungsreihe über die kollektive Erinnerung im öffentlichen Raum - Legacy of Totalitarianism

Wir brauchen eine öffentliche Debatte darüber, wie und woran erinnert wird: in Berlin und in ganz Deutschland!

Nächste Veranstaltung (auf Englisch):

17.05, 18.30 | Pariser Platz 4A, 10117 Berlin

Anmeldung: events@pileckiinstitut.de

Es diskutieren:

  • Christoph Rauhut - architect, (State Conservator of Berlin)
  • Niko Rollmann - historian (Berlin)
  • Aleksandra Sumorok - art historian (Academy of Fine Arts in Łódź)
  • Yuliya Yurchuk - historian (Södertörn University, Stockholm)
  • Eva Yakubovska - discussion moderator (Vitsche Berlin)

Veranstalter: Pilecki-Institut Berlin and Vitsche Berlin


Vor Kurzem machte unser zusammen mit Vitsche Berlin produzierte Clip "Ukraine needs tanks NOW!" in den gängigen Newsrooms auf der ganzen Welt die Runde. In dem Clip wurden die vor dem Sowjetischen Ehrenmal in Tiergarten stehenden Panzer fiktiv entführt.

Ziel war nicht nur, auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufmerksam zu machen und westliche Länder zum Handeln zu bewegen, sondern auch zu zeigen, wie wichtig solides, breit in der Gesellschaft verankertes Geschichtswissen und ein inklusives, faktenbasiertes kollektives Gedächtnis sind. Diesem wird u.a. durch Denkmäler eine feste Form verliehen. Dass die Panzer z.B. in Charkiw entworfen wurden, war bis vor Kurzem weitestgehend unbekannt. Gefährliches Halbwissen ist nicht nur ein Ärgernis an sich, sondern führt zu irreführenden gegenwärtigen Heuristiken.

In Berlin gibt es kein einziges Denkmal, welches des Siegs ALLER Alliierten - Amerikaner, Briten, der Soldaten vieler besetzter Länder, darunter der Polen, der Franzosen und der Roten Armee, in deren Reihen wiederum auch Ukrainer, Belarusen und Polen kämpften - über das Dritte Reich gedenkt, dafür aber gleich drei Denkmäler, welche den Soldaten der Roten Armee, den russischen Soldaten und Stalin gewidmet sind.

Es fehlt auch die Erinnerung an den Hitler-Stalin Pakt und die ebenso intensive wie enthusiastische Zusammenarbeit der deutschen und der Roten Armee in den Jahren 1939 – 1941. Hinzu kommt das fehlende Bewusstsein über den parallel-dialektischen Moment: Die Rote Armee befreite die Gefangenen in den Konzentrationslagern und stoppte den Holocaust in Osteuropa, aber sie brachte auch den kommunistischen Terror zurück.

Eine am 08. / 09. Mai zusammen mit Vitsche Berlin organisierte Aktion - wir hissten die ukrainische und polnische Flagge an die Siegessäule - sollte zusätzlich darauf aufmerksam machen, dass in keinerlei Weise der an der Eroberung Berlins beteiligten Ukrainer und Polen gedacht wird.

All diese unterschiedliche Kontexte müssen im öffentlichen Raum und in der öffentlichen Debatte Ausdruck finden. VIelfältig und faktenbasiert meint das Gegenteil von totalitär - totalitär geprägte historische Narrative vereinfachen, absolutisieren und sie - wie der Name auch schon sagt - totalisieren.

Mit diesen Themen wollen wir uns bei unserer neuen, zusammen mit Vitsche Berlin organisierten Veranstaltungsreihe beschäftigen. Dabei sollen Perspektiven aus verschiedenen Ländern zu Wort kommen. Im ersten Vortrag "Soviet Tank-Monuments in Berlin: Old Symbols and the new War” Dr. Kateryna Kobchenko wurde der tiefere historische Kontext der "Panzer-Aktion" und die Geschichte des sowietischen Ehrenmals dargelegt:

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